Besuch im Strohmuseum
Während einer Tagesfahrt besuchten 60 Landfrauen des Landfrauenvereins Gronau und Umgebung mit Gästen das Strohmuseum in Twistringen. Dort wird die Geschichte und Entwicklung der Strohindustrie anschaulich dargestellt. Mit der Verarbeitung von Stroh wurde in Twistringen um 1700 begonnen und der Ort entwickelte sich zur "Stadt des Strohs". Damals erfanden und entwickelten die Bewohner Maschinen zur Strohverarbeitung. Einige dieser Originale, die noch heute Verwendung finden, waren zu sehen. Den Landfrauen wurde auf einer alten Nähmaschine vorgeführt, wie aus geflochtenen, etwa 20 Meter langen Strohbändern in relativ kurzer Zeit ein Strohhut genäht und anschließend mit einer originalen Hutpresse in Form gebracht wird. Während der Führung erfuhren die Landfrauen, dass in Spitzenzeiten 2000 Einwohner mit der Strohverarbeitung beschäftigt waren. In vielen Familien wurde dies in Heimarbeit getan, auch mit Hilfe der Kinder, um mit dem geringen lohn (für 1000 Trinkhalme, die geschnitten wurden, wurden 12,60 DM gezahlt) zum Lebensunterhalt beizutragen. Auch die Flechtbänder für die Hüte und Loshülsen sowie Strohhülsen zum Verpacken und Versenden von Flaschen wurden überwiegend in Heimarbeit hergestellt. Als Arbeitsraum wurde die jeweilige Küche genutzt.
Nach der Führung konnten im Verkaufsraum verschiedene aus Stroh angefertigte Produkte erworben werden. Besondere Beachtung fanden die zahlreichen, teils aufwändig dekorierten Strohhüte.
Nach dem Mittagessen folgte eine landschaftlich reizvolle Rundfahrt in Richtung Steinhuder Meer. In einer Kaffeestube in Idensen wurden die Landfrauen zum Kaaffeetrinken mit selbstgebackenen Torten erwartet, bevor gut gelaunt die Rückfahrt nach Gronau angetreten wurde.
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